Sonderausstellung „Alois Öllinger – Malerei und Objekte“
Vernissage: Freitag 15. Mai 2026 ab 19.00 Uhr
Dauer: 16. Mai bis 21. Juni 2026
Am Freitag 15. Mai eröffnet die nächste Sonderausstellung im Kulturhaus Spital in Hengersberg.
Ein kräftiges und ausdrucksstarkes rot umgibt die immer wieder vorkommenden und sich
wiederholenden Gegenstände, in der Malerei von Alois Öllinger. Besonders eine Schalenform, die
sogenannte Zeit-Raum-Schale die auch auf den Plakaten zu sehen ist.
Öllinger wurde 1953 in Bemberg/Wurmannsquick im Rottal geboren. Er studierte
Kommunikationsgestaltung an der Universität München und Malerei an der Akademie der
Bildenden Künste München bei den Professoren Tröger und Sauerbruch. Sein Schaffen ist
umfangreich und genreübergreifend. Objekte, Fotografie, Kunstaktionen und natürlich die Malerei
der Innenräume, die sich aus gegenständlichen Elementen und Farbfeldern entwickelt. Das Bild
wird in verschiedenen übereinander gelegten Schichten in einem oft langwierigen Arbeitsprozess
vollendet. Dabei ist das Arbeiten in Serien für ihn wichtig. Ein Beispiel für seine konzeptionellen
Objektarbeiten soll auch an der Außenfassade des Spitals zu bewundern wein. Die„Landeplätze
für den Geist“ angebracht an Kulturinstitutionen, sind das Ergebnis einer jahrelangen
Auseinandersetzung mit sogenannten „Bildobjekten“, die sich aus der Malerei entwickelt haben.
Der Knotenpunkt der Arbeit von Alois Öllinger ist das Ineinandergreifen verschiedener Formen von
Wirklichkeit: von der Malerei zum Objekt, vom Objekt zum erneuten Bildgegenstand, von der
Setzung im Raum bis zur Performance. Die Zeichnung spielt bei der Suche nach Lösungen eine
zentrale Rolle, ist sie doch dem bildnerischen Denken am nächsten. Für die Erweiterung der
künstlerischen Arbeit von Öllinger steht die europaweite Kunstaktion „Regenbogen“ als Zeichen
der Hoffnung für ein geeintes Europa. Dazu werden die Feuerwehren an ausgewählten
Grenzübergängen gebeten, Wasserkuppeln als Zeichen der Verbundenheit und Freundschaft zu
gestalten. Bei schönem Wetter entsteht dann ein Regenbogen als Symbol der Versöhnung. Werke
von Öllinger befinden sich in der Bayerische Staatsgemäldesammlung, den Sammlungen der
Bezirke Niederbayern und Oberpfalz, der Städt. Galerie Regensburg, der Sammlung Wörlen und
anderer öffentlicher und privater Sammlungen.
Alois Öllinger stellt im Kulturhaus Spital in Hengersberg vor allem Malerei aus den letzten Jahren
aus. Themen der Malerei sind Innenräume, Stillleben, Portrait und Landschaft. Neben Studien
nach der Natur, entstanden persönliche Bildräume mit immer wieder vorkommenden
Gegenständen, darunter natürlich auch die Zeit-Raum-Schale.
Die musikalische Umrahmung der Eröffnung übernimmt Öllingers Sohn, der Gitarrist und
Liedermacher Johannes Öllinger. Dieser spielt als Solist und Kammermusiker, in Ensembles und
Orchestern. Sein Repertoire reicht vom klassischen Gitarrenrepertoire über zeitgenössische
Kompositionen bis zu eigenen Stücken und Liedern.

